Dunkel, intensiv, hypnotisch – Christophe Lacroix, das kreative Herz hinter Jesus Lives in Vegas, hat gestern den Spitalkeller in Offenburg in Schwingung versetzt. 
Gestern Abend tauchte er den Keller in ein Meer aus kalten Synths, dröhnenden Bässen und melancholischem Licht.
Als Fotograf direkt vor der Bühne spürte ich, wie Electro-, Cold- und Darkwave nahtlos in Post-Punk übergingen – roh, ehrlich, fesselnd.
Nach dem Auftritt hatte ich die Gelegenheit, backstage mit Christophe Lacroix zu sprechen. Er erzählte mir, wie intensiv er die Verbindung zum Publikum gespürt habe – „ein Abend, der unter die Haut ging,” sagte er mit einem Lächeln. Besonders bewegt sprach er über das neue Lied „Face”, das er an diesem Abend zum ersten Mal live präsentierte. Für ihn sei dieser Song ein sehr persönlicher Moment gewesen, den er mit dem Publikum teilen wollte.
Christophe teilte mir außerdem mit, dass er sehr viel von sich selbst in seine Performance einfließen lässt – und das war an diesem Abend deutlich zu spüren. Seine Schau war authentisch, leidenschaftlich und voller Hingabe – man merkte, dass jede Bewegung, jeder Ton aus einem echten inneren Impuls kam.
Im Gespräch erinnerte er sich auch an seine früheren Auftritte beim NCN Festival in Leipzig, die ihm immer in lebhafter Erinnerung bleiben – und verriet mir, dass er im Dezember in Barcelona auftreten wird.
Mit Songs vom aktuellen Album „Joy or Sorrow” zeigte Christophe Lacroix, dass Jesus Lives in Vegas längst mehr ist als ein Geheimtipp:
Er verbindet elektronische Präzision mit der Emotionalität des 80er-Wave – und schafft daraus einen ganz eigenen, düsteren Sog.
Das Publikum tanzte, lauschte, vibrierte – ein Konzert, das nicht nur gehört, sondern gefühlt wurde.
Wer die Chance hat, Christophe Lacroix / Jesus Lives in Vegas live zu erleben: Hingehen! 
Fotografie & Text © Christian Möhle