
summer vibes
summer vibes
Hourdel
almost blue
winter leaves
Screen Overload vs bedrohter Amazonas
Ausstellungen faszinieren mich immer wieder – sei es durch ihre Architektur, die gezeigten Motive oder die Biografie der Künstler. Sie eröffnen Räume des Denkens, in denen Bilder über sich hinausweisen. Besonders die Ausstellung von Sebastião Salgado im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln hat mich nachhaltig geprägt. Seine Fotografien des Amazonas, dieser sogenannten grünen Lunge unseres Planeten, zeigen nicht nur eine überwältigende Natur, sondern auch ein tiefes Engagement für ihren Schutz.
Salgados Arbeit macht sichtbar, was zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät: die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Diese Bilder haben meine eigenen Gedanken zur Fotografie geschärft. Mit der Kamera versuche ich, Räume neu zu gestalten und festzuhalten – nicht nur als ästhetische Komposition, sondern als Spiegel innerer Bilder und äußerer Verwerfungen, die unsere Zeit prägen.
Fotografie wird für mich so zu einem Mittel der Reflexion: über Verantwortung, über Verlust und über die Frage, wie wir als Gesellschaft mit der Natur umgehen. Die Umweltveränderungen, die wir heute erleben, sind nicht abstrakt – sie hinterlassen Spuren, die sich auch in meinem fotografischen Blick einschreiben.

Kesselhaus Abstrakt
„Zwischen Schatten und Schritt“
Lesende Dame mit Hut
Die „Lesende Dame mit Hut“ habe ich in der Fondation Beyeler aufgenommen – und die Szene erinnerte mich sofort an die klassische Malerei. Künstler wie Édouard Manet, Pierre-Auguste Renoir oder auch Henri de Toulouse-Lautrec haben immer wieder Frauen mit Hut porträtiert und dabei diese besondere Mischung aus Eleganz, Innerlichkeit und zeitloser Präsenz eingefangen. Genau dieses Gefühl stellte sich ein, als ich die lesende Frau entdeckte: ein moderner Moment, der wie ein zufälliges Gemälde wirkte, getragen von Ruhe, Licht und jener stillen Würde, die man aus der Kunstgeschichte kennt.








