Shooting mit Doro

Doro ist Model, Schauspielerin und Personal Trainer. Das Shooting war ein großartiger Tag, weil die Zusammenarbeit einfach umkompliziert, fokussiert und professionell ist.

Promo Shoot Doro

Bild 1 von 1

Promo Shoot Doro

Krakau Mono

Analoge Fotos im Mittelformat / Ilford Film – Rolleiflex

Fotoreportage – Krakau, Jüdisches Viertel

Als Fotograf war ich in Kazimierz unterwegs, dem jüdischen Viertel Krakaus – ein Ort, in dem sich das Leben von heute mit den Spuren einer tiefen, oft tragischen Vergangenheit überlagert. Zwischen Synagogen, schmalen Gassen und kleinen Cafés liegt eine Atmosphäre, die sich nur langsam erschließt, wie ein Echo, das aus einer anderen Zeit zurückkehrt.

Kazimierz war über Jahrhunderte das Zentrum jüdischen Lebens, bevor die nationalsozialistische Besatzung diese Welt gewaltsam zerstörte und die Bewohner in das Ghetto von Podgórze zwang. Heute erzählen verblasste Schriftzüge, verwitterte Mauern und restaurierte Gebetsräume von dem, was einmal war – und von dem, was geblieben ist.

Während meiner Tour besuchte ich auch den alten jüdischen Friedhof, einen der eindrucksvollsten Orte des Viertels. Zwischen den schiefen Grabsteinen, dem dichten Grün und der Stille, die dort fast körperlich wirkt, stößt man auf eine Geschichte, die viele in Krakau kennen:
Die Legende von einem SS-Soldaten, der während der Besatzungszeit auf dem Friedhof vom Blitz getroffen worden sein soll.

Man erzählt sich, dass dieser unwahrscheinliche Tod von manchen als Zeichen gedeutet wurde – als eine Art „Antwort des Himmels“ auf die Gewalt jener Jahre. Ob wahr oder nicht: Diese Erzählung hat den Ort für viele zu einem Symbol gemacht, und einige Besucher betrachten den Friedhof bis heute als einen Platz, an dem Gerechtigkeit, wenn auch nur in einer Geschichte, ihren Weg gefunden hat.

Für mich als Fotograf lag in dieser Mischung aus Legende, Erinnerung und Realität eine besondere Faszination. Jede Ecke von Kazimierz trägt Spuren des Vergangenen – und gleichzeitig lebt das Viertel: junge Menschen auf den Straßen, Musik aus offenen Fenstern, Kunst in den Hinterhöfen.

Meine Bilder versuchen, diesen Kontrast einzufangen: die Stille der Geschichte und das pulsierende Heute, die zusammen Kazimierz zu einem der intensivsten Orte machen, die ich fotografiert habe.

The Fleshtones

Am Juni 2019 habe ich The Fleshtones im Spitalkeller fotografiert – und was für ein Erlebnis! Trotz ihres Alters haben sie das Publikum komplett mitgerissen: Sprünge von der Bühne, quer durch den Saal laufen und einfach pure Energie. Man merkt ihnen ihre authentische Leidenschaft an, die jeden Moment der Show elektrisiert hat.

The Fleshtones gehören schließlich zu den langlebigsten Garagen-Rock-Bands der USA. Gegründet wurden sie 1976 in Queens, New York, und sie waren fester Bestandteil der legendären CBGB-Szene – jener Brutstätte, aus der auch Bands wie die Ramones, Blondie oder Talking Heads hervorgingen. Von Anfang an verschrieben sie sich ihrem ganz eigenen Sound, den sie augenzwinkernd „Super Rock“ tauften: eine explosive Mischung aus 60s-Garage, Rock’n’Roll, Surf, Beat und einer ordentlichen Portion Rhythm & Blues.

Während viele ihrer Zeitgenossen sich auflösten oder stilistisch neu erfanden, blieben The Fleshtones ihrem Stil und ihrer Bühnenattitüde über Jahrzehnte treu. Mit Alben wie Roman Gods (1982) oder Hexbreaker! (1983) festigten sie ihren Ruf als kompromisslose Live-Band mit Kultstatus. Unzählige Tourneen rund um den Globus machten sie zu einer festen Größe in der internationalen Garage- und Underground-Szene.

All das war an diesem Abend im Spitalkeller spürbar: Diese Band steht seit fast fünf Jahrzehnten auf der Bühne – und wirkt doch, als hätte sie gerade erst angefangen. Genau diese Mischung aus Geschichte, Konsequenz und ungebremster Spielfreude machte das Konzert zu etwas ganz Besonderem.

Facebook
Instagram