Auf meiner Fotoreise durch Japan erlebte ich zwei Gesichter des Landes: das traditionsreiche Kyoto und das urbane Osaka. In Kyoto führte mich mein Weg durch das Viertel Gion – ein Ort, an dem jahrhundertealte Kultur bis heute spürbar bleibt. Zwischen Laternenlicht und engen Gassen lässt sich erahnen, wie hier die ältesten aktiven Geishas ihren Alltag gestalten. Auch ohne einer von ihnen zu begegnen, wirkt das Viertel wie ein lebendiges Stück Geschichte.
Osaka zeigte mir die moderne, rauere Seite Japans. Nachts durchstreifte ich schmale Gassen, in denen Neonlicht nur punktuell die Dunkelheit durchbrach. Leise Schritte, das Klacken eines Fahrrads, der entfernte Ton eines Automaten – jedes Detail wurde Teil einer intensiven Großstadtszene.
Kyoto und Osaka stehen für zwei Pole: Tradition und Tempo, Stille und Energie. Genau dieser Kontrast hat meine fotografische Arbeit geprägt und Japan für mich unverwechselbar gemacht.
