The Fleshtones

Am Juni 2019 habe ich The Fleshtones im Spitalkeller fotografiert – und was für ein Erlebnis! Trotz ihres Alters haben sie das Publikum komplett mitgerissen: Sprünge von der Bühne, quer durch den Saal laufen und einfach pure Energie. Man merkt ihnen ihre authentische Leidenschaft an, die jeden Moment der Show elektrisiert hat.

The Fleshtones gehören schließlich zu den langlebigsten Garagen-Rock-Bands der USA. Gegründet wurden sie 1976 in Queens, New York, und sie waren fester Bestandteil der legendären CBGB-Szene – jener Brutstätte, aus der auch Bands wie die Ramones, Blondie oder Talking Heads hervorgingen. Von Anfang an verschrieben sie sich ihrem ganz eigenen Sound, den sie augenzwinkernd „Super Rock“ tauften: eine explosive Mischung aus 60s-Garage, Rock’n’Roll, Surf, Beat und einer ordentlichen Portion Rhythm & Blues.

Während viele ihrer Zeitgenossen sich auflösten oder stilistisch neu erfanden, blieben The Fleshtones ihrem Stil und ihrer Bühnenattitüde über Jahrzehnte treu. Mit Alben wie Roman Gods (1982) oder Hexbreaker! (1983) festigten sie ihren Ruf als kompromisslose Live-Band mit Kultstatus. Unzählige Tourneen rund um den Globus machten sie zu einer festen Größe in der internationalen Garage- und Underground-Szene.

All das war an diesem Abend im Spitalkeller spürbar: Diese Band steht seit fast fünf Jahrzehnten auf der Bühne – und wirkt doch, als hätte sie gerade erst angefangen. Genau diese Mischung aus Geschichte, Konsequenz und ungebremster Spielfreude machte das Konzert zu etwas ganz Besonderem.

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